Herausforderungen annehmen

Forschung

Bioenergiekonversion

Die Energieversorgung in Deutschland wird durch einen vielfältigen Energiemix gedeckt, der zukünftig verstärkt auf erneuerbare Energien aufbauen soll. Die nachhaltige Nutzung pflanzlicher Biomasse (Bioenergie) soll dabei einen größeren Beitrag zur Gewinnung von Strom, Wärme und Kraftstoffen leisten. Durch die Bioenergie können umweltfreundlichere Produktionsverfahren etabliert und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduziert werden.

Mit dem Ziel, die Potenziale der Bioenergie verstärkt zu nutzen, sind große Herausforderungen für Forschung und Technologie verbunden. Nur mit Hilfe neuester methodischer Entwicklungen, insbesondere auf den Gebieten Systembiologie, Genomforschung und Biotechnologie kann die Effizienzsteigerung bei der Erzeugung und Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe erreicht werden, die notwendig ist, um Energie aus heimischer Biomasse substanziell und international wettbewerbsfähig zu nutzen. Diesen Forschungs- und Entwicklungsbedarf greift das neue Förderkonzept „Grundlagenforschung Energie 2020+“ auf. 

Die Forschungsaktivitäten zielen darauf ab, die Technologieführerschaft Deutschlands in den verschiedenen Wertschöpfungsketten der Bioenergie-Nutzung weiter zu entwickeln, zu erhalten und auszubauen. Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft sollen gebündelt und auf gemeinsame strategische Ziele ausgerichtet werden. Unterschiedliche Nutzungskonzepte müssen dabei branchenübergreifend (z.B. Energie, Verkehr und Chemie sowie deren Kombination) miteinander gekoppelt und weiterentwickelt werden. Eine enge interdisziplinäre Verzahnung von Pflanzenzüchtung und Pflanzenbiotechnologie mit industrieller Biotechnologie, chemisch-physikalischen Konversionsprozessen, Aufarbeitungstechnologien sowie mit nachgelagerten Anwenderbranchen soll dabei den Technologietransfer verbessern, das Verwendungsspektrum erweitern und die Effizienzsteigerung beschleunigen.  

Im Forschungsbereich zur Biomassenutzung der institutionell geförderten Forschungseinrichtungen arbeitet vor allem das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK). Die Verwertung mittels chemisch-thermischer Verfahren wurde hier entscheidend vorangetrieben. Auch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ist auf diesem Gebiet tätig.

Ansprechpartner

  • Projektträger Jülich Forschungszentrum Jülich Energietechnologien (ERG3)

    • Dr. Günter Mank
    • Telefonnummer: 02461 61-9151
    • Faxnummer: 02461 61 2880
    • E-Mail-Adresse: g.mank@fz-juelich.de