Die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) ist ein vielversprechender Weg, die Klimagasemissionen im Zuge der Verbrennung fossiler Energieträger maßgeblich zu reduzieren.
Das BMBF unterstützt die Forschung zur geologischen Speicherung von CO2 im Rahmen des Sonderprogramms GEOTECHNOLOGIEN. Die geplanten Forschungsaktivitäten konzentrieren sich sowohl auf grundlagenorientierte, standortunabhängige Projekte als auch auf standortgebundene Pilot-Vorhaben. Im Mittelpunkt der standortunabhängigen Projekte stehen grundlegende Fragenstellungen zur Einwirkung von Kohlendioxid auf Speicher- und Deckgesteine sowie zur Speichersicherheit und Risikoabschätzung. Weitere Vorhaben konzentrieren sich auf die Verbesserungen von Methoden und Verfahren zur Überwachung bzw. zur sicheren Abdichtung und dem Rückbau von CO2-Speichern oder beschäftigen sich mit alternativen Methoden zur CO2-Fixierung in verschiedenen Stoffen.
Der zweite Förderschwerpunkt des BMBF liegt auf zwei standortgebundenen Pilotprojekten: Die geologische Speicherung von CO2 in einer Erdgaslagerstätte bzw. in einem tiefen salinaren Grundwasserleiter. Mitte 2008 ist der Beginn umfangreicher Forschungsarbeiten geplant, die zur Vorbereitung und Durchführung einer CO2-Speicherung in der Ergaslagerstätte Altmark (Sachsen-Anhalt) dienen. Im Rahmen des Verbundvorhabens CLEAN soll die Möglichkeit untersucht werden, die Erdgasausbeute in einer nahezu erschöpften Lagerstätte durch Verpressung von CO2 in den Untergrund zu steigern. Anfang 2009 sollen im Rahmen des Verbundprojekts COAST Forschungsarbeiten zur CO2-Speicherung für ein Demonstrationskraftwerk in einem tiefen, salzhaltigen Grundwasserleiter (salinarer Aquifer) beginnen.
Die standortspezifischen Forschungsarbeiten zur CO2-Speicherung sollen im Zuge von Projektverbünden aus industriellen und wissenschaftlichen Partnern durchgeführt werden. Das BMBF wird an diesen Standorten geowissenschaftliche Forschung zusammen mit der Wirtschaft fördern. Die Errichtung von Anlagen und die großtechnische CO2-Speicherung obliegen der Industrie.
Das BMBF wird die Forschungsarbeiten zur geologischen CO2-Speicherung in den nächsten drei Jahren mit einer Gesamtsumme von etwa 45 Mio. € unterstützen.