Herausforderungen annehmen

Forschung

Kernfusion

Die Bundesregierung fördert die Fusionstechnologie als mögliche Option um zukünfte Bedarfslücken im Bereich der elektrischen Energie zu schließen und um gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten zu können.

Die deutschen Fusionsforschungsinstitute Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) mit Standorten in Garching und Greifswald, Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) und Forschungszentrum Jülich (FZJ) führen seit vielen Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Fusion auf höchstem internationalen Niveau durch. Auf der Grundlage der bisherigen Ergebnisse und des geschaffenen nationalen Know-hows sieht das Bundesministerium für Bildung und Forschung gute Chancen für die deutsche Beteiligung bei dem Bau und dem späteren Betrieb von ITER. Demnach bietet der europäische Standort des ITER für Deutschland optimale Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen der Forschung und der deutschen Industrie.

Die geplanten Forschungsaktivitäten zielen darauf ab, dass die Potentiale in der Fusionsforschung optimal genutzt werden und der deutsche Wissensvorsprung in diesem Bereich erhalten bleibt. Diese exzellente Basis soll für die Zukunft noch weiter ausgebaut werden, so dass auch eine intensive Beteiligung an dem internationalen Forschungs- und Entwicklungsprogramm zu ITER erreicht werden kann. Durch die Bildung von Konsortien zwischen Industrie und Forschungsinstituten soll die rasche Übertragung von Know-how aus der Forschung in die Anwendung unterstützt werden. Beispiele für die Beteiligung an ITER-relevanten Projekten sind u.a. der Bau und der Betrieb eines Heliumkreislaufs am FZK, mit dem heliumgekühlte Feststoffblankets für den Einsatz in ITER getestet werden sollen. Weitere Tests an sog. „advance scenarios“ werden am IPP für die Plasmakontrolle durchgeführt.
 
Im Forschungsbereich zur Kernfusion der institutionell geförderten Forschungseinrichtungen arbeiten die Helmholtz-Zentren Forschungszentrum Jülich (FZJ), Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) und das Max-Planck Institut für Plasmaphysik Garching und Greifswald (IPP). Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Forschungsarbeiten zur Plasmaphysik (zur Erzeugung und Erhaltung eines brennenden Plasmas), zur Entwicklung von geeigneten Werkstoffen und typischen Komponenten (supraleitende Magnete, Heizsysteme wie Gyrotrons, Diagnostiken etc.) sowie Fragestellungen zu Einschluss und Reinhaltung des Plasmas, zum Brennstoffkreislauf.

 

Ansprechpartner

  • Projektträger Jülich Forschungszentrum Jülich Energietechnologien (ERG3)

    • Dr. Tanja Bauschlicher
    • Telefonnummer: 02461 61-9026
    • Faxnummer: 02461 61 2880
    • E-Mail-Adresse: t.bauschlicher@fz-juelich.de